Polestar Precept: Elektro-Studie geht in Serie

Polestar bestätigt, dass der Polestar Precept in Produktion gehen wird. Das Anfang dieses Jahres enthüllte Studienfahrzeug wurde als Manifest zur Veranschaulichung der Zukunft der Marke konzipiert und wurde bewusst als Fahrzeugvision, nicht als Konzeptfahrzeug vorgestellt.

Precept zeigt die zukünftige Designausrichtung der schwedischen Elektromarke auf und beleuchtet auch Polestars weitere Entwicklung hinsichtlich der digitalen Technologie und der Verwendung innovativer nachhaltiger Materialien, sowohl innen als auch außen.

«Faszinierend. Spektakulär. Auf dem neuesten Stand der Technik. Den würden wir gerne auf der Straße sehen!‘ Diese Aussagen traf die Presse über Precept, und die Öffentlichkeit war sich einig: «Wir wollen ihn in Realität». Also beschlossen wir, ihn produzieren zu lassen», kommentiert Thomas Ingenlath, CEO von Polestar.

Die Innenausstattung des Polestar Precept zeichnet sich durch einen Mix aus nachhaltigen Materialien aus, darunter recycelte PET-Flaschen, wiedergewonnene Fischernetze und recyceltes Kork-Vinyl. Ein vom externen Partner Bcomp Ltd. entwickelter Verbundwerkstoff auf Flachsbasis ist in vielen Innen- und einigen Außenteilen zu finden. Das Ziel von Polestar ist es, einen Großteil dieser nachhaltigen und natürlichen Materialien in die Massenproduktion zu überführen.

Da die Produktentwicklung bereits im Gange ist, bestätigt Polestar, dass der Precept in China produziert werden wird, wo eine neue Produktionsstätte gebaut wird. Noch offen ist hingegen, wann die Serienversion des Precept startet und ob diese nur in China angeboten wird. 

Bereits im April 2020 äußerte sich Polestar-Chefdesigner Maximilian Missoni gegenüber Motor1.com USA und kündigte einen Polestar 3 für 2021 an. Die Optik dieses SUV soll sich stark an der Precept-Studie orientieren.

Fiat 127 (1971-1987): Kennen Sie den noch?

Man kennt sie. Und irgendwie auch wieder nicht. Die Rede ist nicht von den eigenen Nachbarn, sondern von Autos, die so unauffällig blieben, dass sie heute nur eingefleischte Fans noch kennen.

Solche Modelle müssen nicht zwangsläufig zu Lebzeiten Flops gewesen sein. Aber sie liefen unter dem Radar des gewöhnlichen Autokäufers. In unregelmäßiger Folge wollen wir ab sofort unter dem Titel «Kennen Sie den noch?» Youngtimer und Oldtimer aus dem Nebel des Vergessens holen.

Auch im weiten Feld der Autogeschichte gibt es oft die Frage «Was wäre gewesen, wenn?». Nehmen wir zum Beispiel diesen Fall: Im Mai 1969 verunglückte der talentierte Autodesigner Pio Manzu mit gerade einmal 30 Jahren auf der Autobahn nach Turin tödlich, als er auf dem Weg zur finalen Präsentation seines Blech-Babys ist: dem Fiat 127.

Der 127 ist neben dem 126 das Vermächtnis von Manzu. Und man fragt sich, welche Entwicklung das Fiat-Design wohl mit ihm genommen hätte. Wie auch immer: 1971 wird der Fiat 127 als Nachfolger des 850 (und indirekt auch des 600) offiziell vorgestellt. Ein 3,60 Meter langer Wagen mit kurzem Kofferraumdeckel, damals als kompakt eingestuft. (Zum Vergleich: Der erste VW Golf von 1974 maß 3,70 Meter.)

Fiat 127 (1971-1987)

Mit dem technischen Konzept verewigt sich auch der Ingenieursgott von Fiat, Dante Giacosa, in den Geschichtsbüchern: Quermotor und Frontmotor bot zwar schon 1959 der Mini und auch Giacosa hatte das schon 1964 beim Autobianchi Primula und 1969 beim Fiat 128 probiert, doch der Fiat 127 war damit noch 1971 hochmodern. 

Die Antriebseinheit teilte sich der 127 dann auch mit dem 128 und dem Autobianchi A112: 903 Kubikzentimeter Hubraum und 47 PS Leistung. Genug für rund 700 Kilogramm Leergewicht. In Deutschland wurde die Leistung aus Versicherungsgründen mit 45 PS angegeben.  

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Der Fiat 127 wurde zum «Auto des Jahres» 1972 gewählt. Im März 1972 ergänzte endlich eine große Heckklappe das Angebot. 1974 wertete der 127 Special mit mehr Chrom außen und Holz innen das Programm auf.

Fiat 127 (1971-1987)

Das 127-Facelift von 1977

Fiat 127 (1971-1987)

Das 127-Facelift von 1982

1977 erfolgte das erste Facelift mit fortan serienmäßiger großer Heckklappe, 1982 folgte ein zweites mit noch größeren Leuchten und fetten Plastikstoßfängern. Die Motorleistung kam nie über 50 PS hinaus, Ausnahme war der zwischen 1978 und 1983 angebotene 127 Sport mit 70 PS und Weber-Doppelvergaser. Seat baute den 127 auch mit hinteren Türen für den Export, diese Version wurde ab 1980 als 127 C in Europa verkauft.

Fiat 127 (1971-1987)

Fiat 127 Panorama

Seit 1981 wurden in Italien unter der Bezeichnung 127 D und 127 Panorama aus Brasilien zugelieferte Diesel- und Kombiversionen des dortigen Fiat 147 verkauft. Überhaupt war der Fiat 127 ein echtes Weltauto: Auch in Sambia und Argentinien wurde er gebaut, in Polen gab es ihn bis 1987 auf dem Binnenmarkt. Seat machte den 127 später zum Fura. Und in Jugoslawien diente der 127 als Basis für den berühmt-berüchtigten Yugo.

1983 erschien die Nachfolge für den 127: der Uno wurde fast noch berühmter. Etwa 4,5 Millionen Exemplare des Fiat 127 wurden bis 1987 verkauft. 

Seat Arona Facelift: Erlkönig zeigt kleinere optische Änderungen

Der Arona gehört zu den meistverkauften Modellen von Seat Es handelt sich um einen kleines SUV, das seit seiner Markteinführung im Jahr 2017 ständig aktualisiert wird. Vor zwei Jahren erhielt er ein volldigitales Kombi-Instrument und einen CNG-Antrieb als Option. Erst kürzlich teilte Seat mit, dass es ihn wieder mit 150-PS-Benziner gibt, nun aber nur mit DSG.

Doch am Horizont zeichnet sich eine größere Modellpflege ab, die auch optische Änderungen beinhaltet. Unsere Fotografen haben bei Tests auf öffentlichen Straßen einen Prototypen des Arona-Facelifts eingefangen. Das Auto ist sofort als Arona zu erkennen, aber die dünne Tarnschicht, die die Frontverkleidung bedeckt, deutet auf einige optische Verbesserungen hin.

Wir haben noch nicht alle Details, aber wir erwarten einen neu gestalteten Stoßfänger und vielleicht einen modifizierten Grill, um den Arona näher an den neuen Leon und den aufgefrischten Ateca zu rücken. Auch die Scheinwerfer könnten für ein frischeres Aussehen optimiert werden, aber sonst ist an der Front nicht viel zu erwarten.

Hinten scheinen die Rückleuchten etwas anders zu sein als beim aktuellen Modell, und wir vermuten, dass die LED-Beleuchtungssignatur angepasst werden könnte. Dieser Prototyp scheint mit dem zusätzlichen Stoßfänger-Diffusor mit integrierten Auspuffrohren ausgestattet zu sein, die Teil der FR-Variante sind.

Der Arona verfügt bereits über eine ziemlich abgasarme Motorenpalette, und wir erwarten, dass das Portfolio ohne größere Änderungen übernommen wird. Dennoch könnte es Neuzugänge in Form von Mild-Hybrid-Antriebssträngen geben, aber bisher hat sich noch nichts bestätigt. Derzeit ist der Arona je nach Markt mit 1,0- und 1,5-Liter-TSI-Turbobenzinmotoren, einem 1,6-TDI-Diesel und einem 1,0-TGI-Motor, der mit CNG betrieben wird, erhältlich.

Der Arona wird im SEAT-Werk Martorell in Spanien montiert, wo auch der Ibiza und der Audi A1 produziert werden. Das Facelift dürfte irgendwann in der ersten Hälfte des nächsten Jahres beim Händler stehen, etwa vier Jahre nach der Markteinführung des Modells.