Nissan Z Nismo: So könnte er aussehen

Der Nissan Z Proto, den der japanische Autohersteller letzte Woche enthüllte, ist eine gesunde Dosis Retro. Die Designer schöpften aus der umfangreichen Geschichte des Modells, um einen überzeugenden und wunderschönen Sportwagen zu schaffen.

Nissan hat zugleich ein leistungsstärkeres Modell angedeutet, obwohl nicht spezifiziert wurde, ob es ein Nismo sein würde. Aber was könnte es sonst sein? Wir erwarten den regulären Z nicht vor Ende nächsten Jahres, und dann könnte auch der heißere Z kommen. Wir haben jedoch bereits Vermutungen angestellt, wie ein neuer Nissan Z Nismo aussehen könnte, und ein neues Rendering erstellt.

Das Rendering orientiert sich an anderen Nismo-Modellen und natürlich der Z-Proto-Studie. Es zeigt das Auto mit auffälligen Schwellern, einem großen Heckspoiler und Öffnungen in der Motorhaube. Der Aufbau und das Design ähneln denen des aktuellen GT-R Nismo, wobei die geschwungene Frontlippe unter einem großen, quadratischen Kühlergrill sitzt.

Das Rendering weist auch rote Akzente entlang der Seitenspiegel und an den breiteren Seitenschwellern auf. Ein Heckdiffusor ist hinten kaum sichtbar, während eine Nismo-Plakette oben rechts im Kühlergrill den sportlichen Look vervollständigt.

Nissan Z Nismo Rendering

Der Z Proto, den Nissan in der vergangenen Woche vorgestellt hat, verfügt über einen V6-Motor mit zwei Turboladern, nähere Spezifikationen gibt es aber noch nicht. Gerüchte deuten darauf hin, dass Nissan den Motor von den Infiniti Red Sport-Modellen ausleihen wird, wodurch der reguläre Z über 400 PS (298 Kilowatt) verfügen würde. Ein heißeres Z Nismo-Modell würde wahrscheinlich viel mehr leisten.

Wir wissen zwar nicht, wann eine Nismo-Version auf den Markt kommen könnte, aber irgendwann in der Zukunft könnte Nissan sogar eine elektrische Nismo-Version anbieten, obwohl das ein von vom Markt diktierter Schritt wäre. Wir haben noch eine Weile Zeit, bevor der neue Z in den Verkauf geht. Und zwar als 2022er-Modell in den USA, aber leider nicht in Europa. Zu uns soll der neue Z nämlich nicht kommen.

Skoda-Chef kündigt neuen Fabia für 2021 an

Falls Sie es noch nicht gehört haben, Skoda hat einen neuen Chef. Der bisherige Leiter der Aktivitäten des VW-Konzerns in Südafrika, Thomas Schäfer, löste Bernhard Maier als CEO der tschechischen Marke mit Sitz in Mladá Boleslav ab. Die Medienwebsite des Unternehmens hat jetzt ein Interview veröffentlicht, in dem der Boss über die weitere Entwicklung der Marke befragt wird.

Während Thomas Schäfer sagt, er werde an der «Strategie 2025» seines Vorgängers festhalten, versprach der neue CEO von Skoda zudem, seine eigenen Ideen umzusetzen, die die überaus erfolgreiche Marke «auf die nächste Stufe» bringen werden. Gleichzeitig bestätigt er, dass 2021 ein neuer Fabia kommen wird.

Aber lassen wir Schäfer selbst sprechen: «Skoda-Fahrzeuge werden immer zugänglich sein — ganz gleich, ob wir uns an Studenten, junge Familien oder ältere Paare wenden. Das wird auch so bleiben. Neben unserer aktuellen Modellpalette sehe ich jedoch weiteres Wachstumspotenzial durch die Eroberung neuer Märkte und die stärkere Fokussierung auf Einstiegssegmente. Auf diese Weise werden wir die Möglichkeit haben, unseren Kundenstamm deutlich zu erweitern.» 

Einstiegssegmente? Ist damit die Entwicklung von Skoda hin zu einer Billigmarke gemeint? Hier räumt Schäfer mit entsprechenden Gerüchten auf: «Nein, wir werden Skoda sicher nicht zu einer Billigmarke machen. Wir konzentrieren uns auf koreanische, japanische und französische Hersteller. Sie sind unsere Hauptkonkurrenten, also werden wir uns ihnen stellen. […] Ich freue mich schon jetzt auf die Markteinführung unseres neuen Fabia im nächsten Jahr. Es wird ein großartiges Auto sein, und meine Erwartungen sind hoch.»

Skoda-Chef Thomas Schäfer (2020)

Skoda-Chef Thomas Schäfer (2020)

Es wird erwartet, dass der Kleinwagen auf die MQB A0-Plattform umsteigen wird, die bereits bei den Schwestermodellen VW Polo und Seat Ibiza sowie dem schickeren Audi A1 zum Einsatz kommt. Skoda konnte sich ob des Erfolgs des aktuellen Fabia gedulden, zudem wäre er sonst viel zu früh abgelöst worden.

Da wir wissen, welche Architektur der neue Skoda Fabia verwenden wird, ist die Technik kein allzu großes Geheimnis. Wir erwarten nur Dreizylinder-Benzinmotoren, denn es ist unwahrscheinlich, dass der Fabia den 2.0 TSI des Polo GTI erhält. Ein Dieselmotor macht in der heutigen Zeit im europäischen B-Segment nicht mehr viel Sinn, vor allem angesichts der strengeren Emissionsvorschriften und der Tatsache, dass Benzinmotoren heute effizienter denn je sind.

Sehr wahrscheinlich sind 1,0-Liter-Motoren als Sauger und Turbo, die je nach Antriebsstrang mit Fünf- und Sechsgang-Schaltgetrieben oder einem Siebengang-DSG gekoppelt sind. Erst kürzlich hatte Skoda den aktuellen Fabia um die Kombination 1.0 TSI mit 95 PS und DSG ergänzt. Noch offen ist, wie sehr Mildhybrid-Technik beim nächsten Fabia zum Einsatz kommt.

Und was wird aus den Fabia Combi? Er würde gut zur praktischen Note von Skoda passen. Allerdings gibt es inzwischen mit dem Kamiq und dem Scala zwei geräumige Modelle, die preislich in einer ähnlichen Liga spielen. Jedoch hätte ein künftiger Fabia Combi eine einzigartige Stellung im Kleinwagen-Segment. 

Ford Mustang Mach-E: Starke GT-Version mit 3,7-Sekunden-Sprintzeit

Um den Ford Mustang Mach-E war es in letzter Zeit eher still. Doch das Elektro-SUV soll laut deutschem Ford-Konfigurator ab Anfang 2021 «verfügbar» sein — das dürfte bedeuten, dass der Wagen dann beim Händler steht.

Dann sind vier Versionen erhältlich, mit Hinterrad- oder Allradantrieb, normaler oder großer Batterie. Nun macht Ford auch genauere Angaben über die leistungsstarke GT-Version.

Ford Mustang Mach-E GT in Grabber Blue

Der Mach-E GT ist ausschließlich als Allradler und mit der großen Batterie erhältlich. Zwei E-Motoren mit zusammen 465 PS und 830 Newtonmeter beschleunigen das Auto in 3,7 Sekunden auf 100 km/h — exakt genauso schnell wie die Performance-Version des Tesla Model Y. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 200 km/h begrenzt — während der Tesla-Konkurrent bis 241 km/h schnell wird. Die große «Extended Range»-Batterie mit 88 kWh netto oder 99 kWh brutto ermöglicht 500 Kilometer (WLTP) mit einer Ladung.

Der schwächer motorisierte «normale» Mustang Mach-E AWD ER schafft laut Ford-Konfigurator 540 Kilometer, also etwas mehr. Mit seinen 258 kW/346 PS braucht er für den Tempo-100-Sprint aber 5,1 Sekunden. Damit ist diese Version wieder exakt genauso schnell wie das entsprechende Model Y in der Version Long Range. Hier übertrifft Ford den Tesla aber bei der Reichweite, denn das Model Y Long Range schafft nur 505 km nach WLTP.

Ford Mustang Mach-E (2020)

Großer Touchscreen im Tesla-Stil (Bild: «normaler» Mustang Mach-E)

Zur Serienausstattung der GT-Version gehören eine adaptives MagneRide-Fahrwerk, 20-Zoll-Alufelgen, rote Bremssättel und exklusive Außenfarben wie Grabber Blue und Cyber Orange. Innen gibt es das Sync-4-Infotainmentsystem mit einem 15,5-Zoll-Touchscreen im Hochformat, dazu Sportsitze und ein Lenkrad mit Wildlederbezug. Die GT-Version wird erst Ende 2021 in Europa eingeführt. Was sie kosten wird, verrät Ford noch nicht.

Mit dem Mustang Mach-E GT sieht die Antriebspalette nun folgendermaßen aus (Angaben aus dem deutschen Konfigurator, SR = Standard Range, ER = Extended Range):

  Akku/WLTP-Reichweite Leistung Preis
Mustang Mach-E SR 76 kWh / 440 km 198 kW / 269 PS 46.900 Euro
Mustang Mach-E ER 99 kWh / 610 km 216 kW / 290 PS 54.475 Euro
Mustang Mach-E AWD SR 76 kWh / 400 km 198 kW / 269 PS 54.000 Euro
Mustang Mach-E AWD ER 99 kWh / 540 km 258 kW / 346 PS 62.900 Euro
Mustang Mach-E ER AWD GT 99 kWh / 500 km 342 kW / 385 PS k.A.

Nicht mehr angeboten wird offenbar die Version First Edition ER mit 540 km Reichweite und 337 PS für 66.800 Euro.

Erstmals vorgestellt wurde der Mustang Mach-E im November 2019. Mit 4,71 Meter ist der Wagen etwa so lang wie ein Skoda Kodiaq, hat aber eine Coupé-SUV-Karosserie mit sportlich wirkendem Heck. Größenmäßig sortiert sich das Auto zwischen dem Kuga und dem Edge ein.

Der Mach-E wird bei seinem Start Anfang 2021 das einzige Elektroauto in der Ford-Palette sein, aber nicht das erste. Denn vor einigen Jahren bot Ford bereits einen elektrisch angetriebenen Focus an. Ansonsten sind seit Kurzem etliche Mildhybrid- sowie Plug-in-Hybrid-Versionen erhältlich, darunter auch der Tourneo/Transit Custom Plug-In Hybrid mit seriellem Hybridsystem.

Vollhybrid-Varianten von S-Max und Galaxy sollen Anfang 2021 auf den Markt kommen und sich zum Mondeo Hybrid gesellen, der auf der gleichen Plattform basiert. Außerdem ist ein Kuga-Vollhybrid für Ende 2020 angekündigt.