Opel Mokka (2020): Von der Studie zum Serienmodell

Es ist stets erhellend, eigentlich streng geheime Einblicke in die Designentwicklung eines neuen Autos zu bekommen. So geschehen beim Opel Mokka, der Anfang 2021 auf den Markt kommt. Anlässlich der Weltpremiere haben Konzernchef Michael Lohscheller und Chefdesigner Friedhelm Engler ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert.

Die Geschichte des künftigen Opel Mokka begann nach der Übernahme von Opel durch PSA im Jahr 2017. Nun ging es darum, eine neue Formensprache zu finden und auch zu zeigen. Dazu diente ein Jahr später die Studie GT X Experimental. Hier sah man bereits das Markengesicht für die 2020er-Jahre, den «Vizor». Oder wie Engler es sagt: «Selbstbewusst, aber in keinster Weise aggressiv».

Lohscheller bat seine Designer, tief in die Opel-Historie zu blicken. Fündig wurde man beim Manta A von 1970 und dessen Frontpartie. Abgeleitet wurde davon das laut Engler «frische, neue, mutige Markengesicht».

Opel Mokka-e (2020) vs. Opel Manta A (1970)

Opel Mokka-e (2020) vs. Opel Manta A (1970)

Auch der digitale Innenraum mit dem heutigen «Pure Panel» war schon deutlich erkennbar. Doch man wollte es nicht übertreiben, so Engler. «Detox visuell und digital» sei die Devise gewesen. Oder auf gut deutsch «Weniger ist mehr».

Allerdings wollte man das Concept Car nicht in Reinform auf die Straße bringen. Angeblich soll Lohscheller beim Anblick aber gefragt haben, ob man daraus nicht die nächste Mokka-Generation bauen könne. Und auch wir schrieben anno 2018: «Der Mokka von morgen?» 

Opel GT X Experimental (2018)

Opel GT X Experimental (2018)

Er ist mit 4,15 Meter aber etwas größer als die Studie (4,06 Meter), was vor allem am längeren Bereich vor den Vorderrädern liegt. Vom ersten Federstrich an wurde der neue Mokka in Rüsselsheim entworfen. Fotos aus dem Designprozess zeigen, dass viel vom GT X Experimental übernommen wurde. 

Man sieht ein nicht fährfähiges Modell mit zwei unterschiedlichen Hälften. Eine zeigt sich etwas rundlicher mit einer Heckpartie nach Art des Astra. Aber man entschied sich, eckig und kantig zu bleiben. Gut so!

Opel Mokka (2020): Das kostet das neue kleine SUV (Update)

Darauf haben Opel-Freunde und alle, die es werden wollen, lange gewartet: Opel hat den neuen Mokka, dessen Formensprache die Modellpalette der 2020er-Jahre prägen soll, offiziell vorgestellt. Endlich gibt es auch Angaben zu den Preisen.

Mit dem neuen Opel Mokka hat die Marke für Aufsehen gesorgt: Der SUV-Bruder des Corsa fällt durch sein ungewöhnliches Design auf. Und wie beim Corsa stellte Opel zunächst die rein elektrische Variante vor. Jetzt reicht Rüsselsheim die Details zu den klassischen Verbrennungsmotoren nach.

Sehen wir uns den neuen Opel Mokka noch einmal näher an: Er ist 12,5 Zentimeter kürzer als die Vorgängergeneration – und das bei einem um zwei Millimeter leicht längeren Radstand. So bietet er fünf Personen Platz und ein vergleichbares Ladevolumen von bis zu 350 Litern.

Insgesamt ist der kommende Mokka 4,15 Meter lang. Das sind neun Zentimeter mehr als beim eng verwandten Corsa und vier Zentimeter mehr gegenüber einem VW T-Cross.

Der Newcomer ist darüber hinaus das erste Modell mit dem Opel-Vizor als zukünftigem Markengesicht und dem volldigitalen Cockpit der nächsten Generation, dem «Opel Pure Panel». Die horizontal verlaufende Instrumentenanzeige integriert zwei Widescreen-Displays, wovon das Fahrerinfodisplay bis zu 12 Zoll groß ist. Analoge Instrumente gehören im neuen Mokka der Vergangenheit an.

Um die volle Aufmerksamkeit auf das Verkehrsgeschehen zu lenken, stellten die Opel-Designer die intuitive Bedienung des Systems sicher. So lassen sich die wichtigsten Funktionen nach wie vor über Bedientasten steuern.

Mokka-Premiere auch für die GS Line: Die serienmäßige rote Fenstersignaturlinie, schwarze anstelle von Chrom-Zierelementen, schwarze Leichtmetallräder, die Zweifarblackierung mit kontrastierendem Dach sowie der ebenfalls schwarze Dachhimmel und Sitzbezüge mit roten Ziernähten und Streifen für Fahrer und Beifahrer sind maßgeschneidert für Sportfans.

Opel Mokka (2020)

Rote Akzente bei der GS Line des Opel Mokka (2020)

Doch kommen wir zum wichtigsten Punkt, den klassischen Verbrennungsmotoren. Sie stammen wie beim Corsa aus dem PSA-Konzernregal, allerdings verzichtet der Mokka auf den Basis-Benziner mit 75 PS Leistung. Auch einen Allradantrieb gibt es künftig nicht mehr. Sehen wir uns die Motorenpalette in der praktischen Übersicht an:

Motoren 1.2 Turbo (74 kW) 1.2 Turbo (100 kW) 1.2 Turbo (100 kW) 1.5 Diesel
Leistung (kW/PS) 74 (100) bei 5.000 U/min 100 (136) bei 5.500 U/min 100 (136) bei 5.500 U/min 81 (110) bei 3.500 U/min
Max. Drehmoment (in Nm) 205 bei 1.750 U/min 230 bei 1.750 U/min 230 bei 1.750 U/min 250 bei 1.750 U/min
Abgasnorm Euro 6d Euro 6d Euro 6d Euro 6d
Getriebe Sechsgang manuell Sechsgang manuell Achtgang-Automatik Sechsgang manuell
Verbrauch (kombiniert auf 100 km) 4,6 Liter 4,5 Liter 4,8 Liter 3,8 Liter
CO2 (g/km) 104 103 111 100

Darüber hinaus können Kunden, die einen emissionsfreien Antrieb bevorzugen, den neuen Opel auch als batterie-elektrischen Mokka-e bestellen. Er ist 100 kW (136 PS) stark, hat eine 50-kWh-Batterie im Unterboden und kommt laut WLTP-Zyklus bis zu 324 Kilometer weit. Die Common Modular Platform (CMP) des PSA-Konzerns macht den problemlosen Einsatz der unterschiedlichen Antriebsoptionen möglich.

Alle Lichtvarianten sind mit LED der jüngsten Generation ausgestattet – vom Tagfahrlicht in typischer Opel-Grafik über die Hauptscheinwerfer bis zu den Nebelscheinwerfern an der Front. Im Angebot sind außerdem verschiedene Sechs-Wege-Ergonomiesitze, die sich ganz individuell einstellen lassen.

Für den neuen Mokka lassen sich eine sportliche Alcantara- und eine Volllederausstattung bestellen. Krönung sind die beheizbaren Leder-Komfortsitze mit perforiertem Bezug und Massagefunktion für den Fahrer.

Bestens vernetzt und unterhalten sind Mokka-Insassen mit dem neuen Infotainment-Angebot. Bereits das Radio BT verfügt über ein volldigitales 7-Zoll-Fahrerinfodisplay und ebenso wie Multimedia Radio und Multimedia Navi über einen 7-Zoll-Farb-Touchscreen.

Das Top-of-the-Line-System Multimedia Navi Pro bietet einen hochauflösenden 10-Zoll-Farb-Touchscreen; das Fahrerinfodisplay erstreckt sich in dieser Kombination über 12 Zoll. Die Monitore sind in das neue Pure Panel von Opel integriert und ideal zum Fahrer hin positioniert.

Opel Mokka-e (2020)

Was soll der neue Opel Mokka kosten? Da er erst Anfang 2021 auf den Markt kommt, sind die Preise mit 19 Prozent Mehrwertsteuer angegeben. Los geht es bei knapp unter 20.000 Euro, nämlich 19.990 Euro für die Version mit 100 PS. Alternativ beginnt die Leasingrate bei 129 Euro mit einer Anzahlung von unter 3.000 Euro, so Opel-Chef Michael Lohscheller.

Stets serienmäßig sind Assistenzsysteme vom Frontkollisionswarner mit automatischer City-Gefahrenbremsung und Fußgängererkennung über Spurhalte-Assistent, Verkehrsschild- und Müdigkeitserkennung bis hin zum intelligenten Geschwindigkeitsregler und -begrenzer. Ebenso inklusive sind LED-Scheinwerfer und -rückleuchten.

Und der elektrische Mokka? Er fährt ab 32.990 Euro vor. Dank des aktuellen Umweltbonus werden daraus 23.420 Euro. Kunden können so beim Kauf ihres Mokka-e bis zu 9.570 Euro sparen.

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