VW ID.4 (2021): Editionsmodelle des Elektro-SUVs ab knapp 50.000 Euro

VW stellt den ID.4 vor, das erste Elektro-SUV der Marke — und das erste «globale» Elektroauto von Volkswagen. Ähnlich wie beim ID.3 gibt es zum Start zwei Editionsmodelle, für die VW auch schon die Preise mitteilt: Der ID.4 1ST kostet 49.950 Euro, der ID.4 1ST Max 59.950 Euro (mit 19 Prozent Mehrwertsteuer). Bei beiden Preisen darf man den Umweltbonus von 9.000 Euro netto noch abziehen.

Die Editionsmodelle sind auf insgesamt 27.000 Stück limitiert, also etwas weniger als beim ID.3, wo die geplanten 30.000 Stück nicht alle verkauft wurden. Sobald die Editionsmodelle verkauft sind, folgen vorkonfigurierte Modelle mit den beliebtesten Optionen — ähnlich wie beim ID.3.

Zu diesen vorkonfigurierten Modellen dürfte der ID.4 Pro Performance gehören, den VW in seiner Pressemitteilung vom 24. September erwähnt. Er hat dieselben Eckdaten (150 kW, 77-kWh-Akku) und ist für 44.450 Euro (mit 19 Prozent Mehrwertsteuer) bestellbar. Günstiger wird der Einstieg in die Baureihe Anfang 2021. Dann soll ein ID.4 Pure für unter 37.000 Euro bestellbar sein — dann aber wohl mit dem mittleren Akku, denn VW gibt Reichweite von 340 Kilometern (WLTP) an.

Maße und Optik

Wie der ID.3 basiert auch der ID.4 auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB). Mit 4,58 Meter ist der ID.4 rund 30 Zentimeter länger als der ID.3. Der Radstand von 2,77 Meter ist der gleiche wie beim ID.3. Wie nicht weiter verwunderlich, ist das Design sehr ähnlich wie beim ID.3. Der Kofferraum fasst 543-1.575 Liter und ist damit deutlich größer als beim ID.3, in den nur 385-1.267 Liter Gepäck passen. 

VW ID.4

Mit 4,58 Meter ist der ID.4 etwa neun Zentimeter länger als ein VW Tiguan (4,49 Meter), der Radstand ist zehn Zentimeter länger. Dennoch passt der ID.4 immer noch gut ins Segment der Kompakt-SUVs. Der Kofferraum ist allerdings kleiner als beim Tiguan, der 615-1.655 Liter Gepäck befördern kann. 

Der Wendekreis von 10,2 Meter ist deutlich kleiner als beim Tiguan (11,5 Meter). Mit der optionalen Anhängervorrichtung kann das Elektro-SUV bis zu 1.000 Kilo ziehen (gebremst, 12 Prozent Steigung).

Interieur

Die Mittelkonsole, die nicht mit dem Armaturenbrett verbunden ist, kann nach Wunsch konfiguriert werden. Eine Besonderheit ist der zentrale Airbag zwischen den Vordersitzen, der sich bei einem Seitenaufprall öffnet.

VW ID.4

Cockpit: Winziges Instrumentendisplay und großer Touchscreen

Das Armaturenbrett verzichtet auf physische Tasten. Die wichtigsten Anzeigen erscheinen auf einem sehr kleinen Instrumentendisplay, das über das Multifunktionslenkrad gesteuert wird. Rechts neben dem Display befindet sich ein großer Hebel zur Auswahl der Fahrmodi.

In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich der Touchscreen für Navigation, Telefonie, Medien, Assistenzsysteme und Fahrzeugeinstellungen. Beim ID.4 1ST hat das Display eine Diagonale von 10 Zoll, beim ID.4 1ST Max sind es 12 Zoll. Eine Sprachsteuerung ist serienmäßig.

VW ID.4

Kofferraum: Groß im Vergleich zum ID.3, klein im Vergleich zum Tiguan

Antrieb und Akku: 150 kW und 77 kWh

Beide Editionsmodelle basieren auf dem ID.4 Pro Performance und besitzen damit die gleichen technischen Eckwerte wie der derzeit verfügbare ID.3: Der Elektromotor (ein Permanentmagnet-Synchronmotor) an der Hinterachse liefert 150 kW (204 PS) und ein Drehmoment von 310 Newtonmeter.

Der Sprint auf 100 km/h dauert mit 8,5 Sekunden etwas länger als beim ID.3, der die Standardaufgabe in 7,3 Sekunden erledigt. Die Höchstgeschwindigkeit ist wie beim ID.3 elektronisch auf 160 km/h festgelegt. Im Jahr 2021 folgt ein Modell mit mehr Leistung (306 PS) und Allradantrieb.

VW ID.4

Layout: Akku im Unterboden, E-Motor auf der Hinterachse

Die beiden 1ST-Modelle besitzen die große Batterie mit 82 kWh brutto oder 77 kWh netto. Damit sollen bis zu 490 Kilometer nach WLTP-Norm möglich sein. Der Akku wiegt 493 Kilo und wird durch eine Bodenplatte mit integrierten Wasserkanälen gekühlt. VW gewährt acht Jahre oder 160.000 Kilometer Garantie, wobei der Garantiefall eintritt, wenn der Akku 70 Prozent der Kapazität unterschreitet.

An einer Gleichstrom-Schnellladestation kann der Akku mit bis zu 125 kW Ladeleistung aufgeladen werden, was für 5-80 Prozent etwa 40 Minuten dauert. An Wechselstrom-Ladesäulen wird über das Mode 3-Ladekabel aufgeladen. Der Bordlader verkraftet 11 kW Ladeleistung. Wie lang das Aufladen damit dauert, teilt VW nicht mit. Außerdem bietet VW drei verschiedene Wallboxen an, die alle eine Ladeleistung von 11 kW bieten.

Fahrwerk

Der ID.4 bekommt (wie die Golf-Versionen ab 150 PS) eine Mehrlenker-Hinterachse. Während der Golf jedoch inzwischen in allen Versionen vorne und hinten Scheibenbremsen hat, werden beim ID.4 hinten Trommelbremsen verwendet, heißt es in der Pressemitteilung von VW of America. Das dürfte aber auch für das deutsche Modell gelten. Als Grund führt VW an, dass Elektroautos wegen der Rekuperation seltener mechanisch bremsen. Und wenn selten gebremst wird, halten Scheiben weniger lang als Trommeln — das klingt plausibel.

Ausstattung

Der ID.4 1ST Max ist mit adaptiven Dämpfern (DCC) ausgestattet, die Fahrmodus-Auswahl bietet die Auswahl zwischen Eco, Comfort und Individual. Hinzu kommen die elektronische Differenzialsperre XDS und eine Progressivlenkung mit lenkwinkelabhängiger Übersetzung.

Auch das so genannte IQ.Light ist serienmäßig an Bord — das sind intelligent gesteuerte LED-Matrix-Scheinwerfer, die den Fahrer mit einer leichten Bewegung der Lichtmodule begrüßen. Der ID.4 1ST Max verfügt außerdem über ein Panorama-Glasdach und eine elektrisch betätigte Heckklappe sowie ein großes Glasdach.

Die Editionsmodelle besitzen große Aluräder (20 oder 21 Zoll). Innen haben beide Versionen ein kleines Instrumentendisplay. Dazu kommt ein Touchscreen in 12 Zoll (1ST Max) oder 10 Zoll. Optional gibt es ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion.

Vier Karosseriefarben sind für die Editionsmodelle verfügbar: Blue Dusk Metallic, Glacierwhite Metallic, Honey Yellow Metallic und Mangangrey Metallic. Das Exterieur-Style-Paket sorgt optional für eine Bicolor-Optik in Schwarz und Silber: Dach und Außenspiegel werden schwarz lackiert, die hinteren Dachsäulen, die Dachlinie und die Dachreling in Silber. Die Details im unteren Bereich der Karosserie sind je nach Farbe der Karosserie entweder grau oder schwarz gehalten.

Zu den Preisen und zum Marktstart macht VW noch keine Angaben. 

Rolls-Royce Ghost Extended (2021): Luxuriöse Lümmelwiese

Rolls-Royce legt beim neuen Ghost noch Schippe drauf und kündigt den neuen Ghost Extended an. Er folgt auf den bisherigen Ghost EWB (Extended Wheel Base) und soll für wesentlich mehr Platz im Fond sorgen. Die ersten Kundenauslieferungen werden im vierten Quartal 2020 erfolgen.

Der Ghost Extended bietet 170 mm mehr Platz als der normale Ghost und laut Hersteller mehr Beinfreiheit im Fond als jede viersitzige Limousine mit Ausnahme eines Rolls-Royce Phantom Extended. Eine wichtige Erkenntnis war, dass die Kunden des Ghost Extended keine Kompromisse mit dem reinen, minimalistischen Design des Ghost eingehen wollten.

Die Designer der Marke arbeiteten daran, die zusätzliche Länge zu verbergen, indem sie nur die Hecktür und die Karosserie um die Öffnungen der Hecktür herum verlängerten, wobei die Linienführung des Wagens erhalten blieb.

Zum ersten Mal kann ein verstellbarer «Serenity Seat» gewählt werden, der eine neue Dimension des Komforts auf dem Rücksitz bietet, ähnlich wie in einer Business-Jet-Kabine.
Zwischen den Rücksitzen ein Champagner-Kühlschrank angebracht, der unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse des Rolls-Royce-Kunden entwickelt wurde. Um dies zu erreichen, haben sich die Ingenieure der Marke mit einem Master Sommelier beraten.

Sie erfuhren, dass die optimalen Serviertemperaturen für Champagner ohne Jahrgang etwa sechs Grad Celsius und für Jahrgangschampagner etwa 11 Grad Celsius betragen. Zu diesem Zweck verfügt der Kühlschrank über zwei Kühlmodi, nämlich die Kühlung auf sechs Grad und 11 Grad.

Rolls-Royce Ghost Extended (2021)

Der Ghost Extended basiert auf der «Architecture of Luxury», dem Rolls-Royce-eigenen Vollaluminium-Spaceframe, der in jedem neuen Modell der Marke steckt. Das Markenzeichen der Marke, der «Magic Carpet Ride», wird durch ein neues planares Federungssystem erreicht, das das Ergebnis von mehr als 10 Jahren ausgiebiger Tests und Verfeinerung durch spezialisierte Ingenieure ist.

Mit stufenlos verstellbaren, elektronisch gesteuerten Stoßdämpfern, selbstnivellierenden Luftfederbeinen mit großem Volumen und einem weltweit ersten oberen Querlenkerdämpfer wurde diese Technologie noch nie zuvor in einem Serienautomobil eingesetzt. Der Ghost Extended profitiert außerdem erstmals von Allradantrieb und Allradlenkung.

Die Leistung wird von einem 6,75-Liter-Biturbomotor bereitgestellt, der exklusiv für den Ghost entwickelt wurde. Er erzeugt 571 PS und ein Drehmoment von 850 Nm. Der Forderung nach Geräuscharmut beim Fahren wird durch 100 kg akustische Dämpfungsmaterialien entsprochen, die in Fahrgestell, Karosserie und Reifen integriert sind.

Audi startet eigenen Kanal auf Motorsport.tv

Audi Sport, eine der erfolgreichsten Marken im Motorsport, ist der neueste Hersteller mit einem eigenen Kanal auf Motorsport.tv, der digitalen Plattform von Motorsport Network, die im Zeichen von Rennsport- und Automobilinhalten steht.

Der Audi-Kanal ermöglicht es Fans, bereits an diesem Wochenende hinter die Kulissen blicken, wenn die deutsche Marke die legendären 24 Stunden vom Nürburgring in Angriff nimmt. Auf der Nordschleife werden neun von Audi-Kundenteams eingesetzte Fahrzeuge starten. Zum Einsatz kommen sieben Audi R8 LMS GT3, davon drei werksunterstützte, und zudem zwei private Autos: ein Audi R8 LMS GT4 und ein Audi RS3 LMS.

Künftig stellt der Audi-Kanal auf Motorsport.tv die Fahrer und Autos vor, die in der Formel E, in der DTM und bei Kundenrennen an den Start gehen. Abgesehen davon soll der Channel allen Motorsportenthusiasten und Fans der Marke einen Blick hinter die Kulissen gewähren.

Mit der neuen Zusammenarbeit erhöht Audi Sport seine Reichweite und erreicht die weltweit 56 Millionen Motorsport- und Autofans, die monatlich auf den Seiten von Motorsport Network zusammenkommen. Darüber hinaus erhält Audi Sport auch Zugang zu Motorsport Studios, der globalen Produktions- und Vertriebsplattform von Motorsport Network, um neue digitale Inhalte zu kuratieren und auf das gewünschte Publikum auszurichten.

Audi blickt auf eine lange und stolze Tradition im Motorsport zurück — mit Erfolgen unter anderem in Le Mans, in der Formel E, in der DTM, im Rallyesport sowie im Tourenwagen- und GT-Sport. Wie andere Branchenführern — etwa Ferrari, Mercedes oder Nascar — besitzt der Hersteller nun einen eigenen Kanal auf Motorsport.tv. Die Plattform entwickelt sich mehr und mehr zum Ziel für Marken und Brancheninsider in der digitalen Welt.

Motorsport.tv bietet jährlich über 1.000 Livestreams plus Highlights von Rennen sowie Originalshows und Dokumentationen, die sich mit Autos und Rennsport befassen. Neben den aktuellen Themen gibt es ein exklusives und umfassendes Archiv der 24 Stunden von Le Mans — einem Rennen, bei dem Audi Sport nicht weniger als 13 Gesamtsiege vorweisen kann.

Motorsport Studios bietet Marken und Inhalte-Erstellern Zugang zu einem umfangreichen Archiv von Medieninhalten. Dazu gehören mehr als 26 Millionen Bilder und Videos. Das Material reicht bis zum ersten Formel-1-Rennen der Geschichte zurück.

Stefan Moser, Kommunikationschef bei Audi Sport: «Wir freuen uns über den Start des Kanals auf Motorsport.tv. Dieser gibt uns die Möglichkeit, unser Publikum zu vergrößern und mehr Motorsportfans aus der ganzen Welt zu erreichen. Wir freuen uns darauf, den Erfolg von Audi Sport zu teilen. Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring 2020 ist für uns ein perfekter Zeitpunkt, den Kanal zu starten.»

James Allen, Präsident von Motorsport Studios: «Beginnend mit diesem Wochenende können Fans der legendären Marke Audi Sport dank dieses neuen Kanals hinter die Kulissen blicken und dem Sport dadurch näherkommen. Audi wird in der Lage sein, seine digitalen Mediengeschichten mit bestehenden und neuen Fans auf der gesamten Welt zu teilen.»

Allen fuhr fort: «Zusätzlich werden die Videos über unseren Player von Motorsport.tv auch auf unseren Motorsportplattformen eingebettet und somit weitreichend verbreitet. Audi Sport ist eine wunderbare Marke in unserem Sport. Man denke nur an Michele Mouton und den mächtigen Audi quattro oder an Tom Kristensen, den Seriensieger der 24 Stunden von Le Mans. Beides sind Geschichten, die in unserem jüngsten Film Heroes thematisiert wurden», so Allen.